»SOS Kavumu«: Hilfe bei der Integration


Mit dem Projekt »SOS Kavumu« von FH Schweiz werden in der Region Kavumu 65 besonders exponierte Familien, insgesamt 520 Personen, begleitet. Sie leiden an sexueller Gewalt, an anderen Gewalttaten oder an Armut, leben in äusserst prekären Umständen und kämpfen um das Überleben. Sie alle werden von FH DR Kongo in Partnerschaft mit dem Verein PPEK begleitet, um wieder Fuss zu fassen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Ein weiteres Projektziel ist auch ihre allmähliche soziale Integration.

Die Familien geniessen nicht nur psychologische und soziale Betreuung, sondern auch Schulungen in Viehzucht und Landbau, um sich eine Einkommensquelle zu erschliessen. So können sie mit der Zeit einkommensschaffende Aktivitäten generieren und beispielsweise eine Kaninchenzucht aufbauen. Ausserdem fördern wir die Verwaltungs- und Management-Kompetenzen des Verein PPEK, dessen Mitglieder zu 90% Analphabeten sind.

Kavumu: Kleine Mädchen vergewaltigt

Zwischen 2013 und 2016 wurden in Kavumu etwa 40 Mädchen zwischen 8 Monaten und 12 Jahren vergewaltigt. Mit ihren schweren körperlichen Verletzungen und psychischen Traumas wurden sie von Dr. Denis Mukwege im Panzi-Spital behandelt.* Aber der Alltag nach dem Spitalaustritt gestaltet sich schwierig. Die Mädchen und ihre Familien werden vom Umfeld stigmatisiert und haben Mühe, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.
Dank dem unermüdlichen Einsatz mehrerer Organisationen wurden die Täter letzten November in Kavumu vor Gericht gestellt. Am 13. Dezember 2017 sprach das Militärgericht von Südkivu schliesslich einen Lokalpolitiker und Milizenchef der Massenvergewaltigung schuldig. Mit 10 anderen Angeklagten zusammen wurde er zu lebenslanger Gefängnishaft verurteilt. Die rechtliche Anerkennung ihres Traumas ist ein wichtiger Schritt für die Mädchen und ihre Familien. Es ist aber dringend notwendig, sie auch psychologisch und bei der sozialen Integration zu begleiten.

*Dr. Denis Mukwege ist kongolesischer Frauenarzt und bekannt als der »Mann, der die Frauen flickt« (»L’homme qui répare les femmes«, Titel eines Dokumentarfilms). Er hat 1999 das Panzi-Spital gegründet. Dort wurden bereits über 50 000 Frauen behandelt. Unter ihnen auch die jungen Opfer von Kavumu.

Ihre Spende hilft den Mädchen und ihren Familien, im Dorf wieder Fuss zu fassen.
Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Mit CHF 60.– erhält eine Familie mehrere Kaninchen, um eine Kleinzucht aufzuziehen.
Mit CHF 500.– erhält eine Familie Hilfe während einem Jahr.

Bei Spenden, Bitte Projektnummer P330 angeben. Danke!

Details

Projekte und Geschichten

News

Nothilfe für die Opfer von Zyklon Idai in Mosambik.

Der Zyklon Idai, ein heftiger tropischer Wirbelsturm, traf Mosamb ...

Projekt

DR Kongo: Neuer Schwung für den Kaffeeanbau

In Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo hilft FH Schw ...

Geschichte

John Woniaye: eine fruchtbare Idee

John Woniaye wohnt mit seiner Frau Teopista Mutonyi in Westuganda ...