Workshop für Erfahrungsaustausch im Bereich Agrarökologie


Seit 2015 organisiert FH Schweiz in Afrika Workshops für den Erfahrungsaustausch rund um die Agrarökologie, die jedes Jahr mehr Interessierte anziehen.

Dieses Jahr findet der 4. Workshop statt, erstmals in Uganda (Mbale). Hier besitzt einer der Partner des Anlasses, das International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE), Versuchsfelder, welche die Workshopteilnehmern benutzen können.

Wie in den letzten Jahren werden Bauern, Vertreter von FH Burundi, FH Ruanda und FH Uganda sowie lokale Partnerorganisationen der Mitglieder der Plattform für Ernährungssouveränität der Genfer Entwicklungsorganisation FGC am Workshop teilnehmen. Das ICIPE beteiligt sich mit Beratern und Fachexperten der »Push-Pull-Technik«. Auch Naturwissenschaftler Ugandas werden eingeladen, um ihre Sichtweise darzulegen, ebenso ugandische Staatsvertreter der landwirtschaftlichen Forschungsstätte NARO.

In diesem Jahr liegt der Fokus erneut auf der Push-Pull-Technik und der Bekämpfung des Zünslers und des Heerwurms. Die Bauern, die ihr Wissen an Ihresgleichen weitergeben werden, können ihr Know-how vertiefen und ihren Aktionsplan für die Ausbreitung der Agrarökologie in ihrer Region neu überarbeiten. Zugleich werden die Wissenschafter und Staatsvertreter Ugandas für die Agrarökologie sensibilisiert.

VERNETZUNG DER BAUERNBETRIEBE

FH Schweiz setzt sich in der Region der Grossen Seen – Uganda, Ruanda, Burundi und Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) – für mehr Ernährungssicherheit ein und fördert dazu die Anbautechniken der Agrarökologie. Bei dieser Anbauweise wenden Familienbetriebe die Fertigkeiten an, die in ihrer Region seit jeher praktiziert werden. Es handelt sich dabei um eine umweltschonenende, wirtschaftliche und nachhaltige Landwirtschaft ohne chemische Hilfsstoffe. Ein Grundsatz besteht in der minimalen Bodenbearbeitung, die den Humus schont und die Bodenfruchtbarkeit bewahrt. Der Boden wird mit Stroh abgedeckt, um ihn zu düngen und vor dem Austrocknen zu schützen. Auch die Mischkultur spielt eine wichtige Rolle. Dabei werden unterschiedliche Pflanzen zusammen angebaut, womit die Produktion vielfältiger wird und zwischen den Pflanzen Synergien entstehen, die sich positiv auf die Ernte auswirken.

Seit 2015 kommen 50 Bäuerinnen und Bauern der Grossen Seen jährlich zusammen um an einem von FH Schweiz organisierter Workshop teilnehmen, an dem sie Erfahrungen austauschen und in Agrarökologie geschult werden.

Ein vierter Workshop fand im Juli 2018 in Mbale (Uganda) statt. In jedem der vier Länder unterstützt FH 10 Bauern, die nach agrarökologischen Prinzipien arbeiten. Jeder von ihnen schult weitere 10 Bauern. So werden mittelfristig 400 Bauern der Region in Agrarökologie ausgebildet.

»Ich habe meine Mais- und Bohnenfelder mit Stroh abgedeckt. Dieses Jahr begann die Trockenzeit sehr früh. Trotz dem Wassermangel hatte ich dank dem Stroh eine gute Ernte.«
Sébastien Nzeyimana

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