DR Kongo: Neuer Schwung für den Kaffeeanbau


In Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo hilft FH Schweiz 2800 Kleinbauern, um den Kaffeeanbau wieder anzukurbeln.

In Burundi und in der Demokratischen Republik Kongo hilft FH Schweiz 2800 Kleinbauern, um den Kaffeeanbau wieder anzukurbeln. Wegen den bewaffneten Konflikten und den überalterten Plantagen leidet der Kaffeeanbau, der hier früher florierte, unter sinkenden Erträgen.


>Vom Produzenten bis zum Abnehmer

Omer Ntawe ist Spezialist für die Wertschöpfungskette des Kaffees. Als solcher begleitet er die Kaffeegenossenschaften, die von FH Schweiz unterstützt werden, in allen Produktionsschritten. Insbesondere hilft er ihnen, den Kontakt zu den Abnehmern herzustellen.
 
Wir wirkt sich die Hilfe von FH Schweiz auf die Kaffeeproduzenten aus?
Die Kaffeebauern in Burundi können sich freuen: Dank den Schulungen über die Pflanzenpflege ist der Ertrag pro Baum stark angestiegen. In der DR Kongo hat das Projekt die Landschaft der Region Uvira verwandelt. Tausende Jungpflanzen wurden gezogen und verteilt, um die alternden Plantagen zu erneuern. Die neue Waschanlage, die auf den Ruinen der Anlage aus den 1960-er Jahren gebaut wurde, hat in der Bevölkerung Hoffnung geweckt. Die Schälfabrik, die in Luvungi gebaut wird, ist die einzige ihrer Art in der gesamten Provinz Südkivu und der Stolz einer ganzen Region!
 
Welchen Platz haben die Frauen in der Kaffeeerzeugung?
Die Arbeit in der Waschanlage wird ausschliesslich von Frauen erledigt. Das ist eine Chance, weil sie so ein Verdienst haben und viel Wertschätzung erhalten.
 
Wer sind die Abnehmer?
Der Kaffee wird unter anderem vom Schweizer Handelsunternehmen Schluter AG nach Europa, USA und Südafrika verkauft.


>Kaffee: Vom Strauch in die Tasse


Die Kaffeeproduktion ist eine langwierige, akribische Arbeit. Bevor der Rohkaffee exportiert werden kann, durchläuft die Kaffeekirsche zahlreiche Verarbeitungsschritte:

Das Entpulpen: Die gepflückten Kirschen werden meist zu Fuss zur Waschanlage gebracht, wo sie entpulpt werden, d.h. die Bohne wird vom Fruchtfleisch befreit.
Die Fermentierung: Die Bohnen werden 12 Stunden in Wasser eingelegt, um die nach dem Entpulpen übriggebliebene Schleimschicht aufzulösen.
Das Waschen: Der so gewonnene Pergamentkaffee muss gewaschen werden.
Das Sortieren: Nach dem Waschen wird der Kaffee sortiert. Diese akribische Arbeit wird hauptsächlich von Frauen geleistet.
Das Trocknen: Danach wird der Kaffee auf grossen Tischen ausgebreitet und trocknet je nach Sonnenschein 1 bis 3 Wochen lang. Wenn die Feuchtigkeit auf 11 Prozent abgesenkt ist, wird der Kaffee in Säcke abgefüllt und eingelagert.
Das Schälen: Dies ist der letzte Verarbeitungsschritt vor dem Export. Dabei wird die Kaffeebohne mit mechanischer Reibung von ihrer Hülle befreit. So entsteht der Rohkaffee.
Die Röstung: Dieser Vorgang, bei dem die Kaffeebohne erhitzt und geröstet wird, erfolgt meist im Importland.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Hilfe für Kaffeeproduzenten:
 
Mit CHF 25.00 beschaffen wir das Material für den Kaffeekurs für eine Person.
Mit CHF 40.00 kaufen wir 10 kg Kaffeesamen zum Weitergeben.
 
Vielen Dank für Ihre Grosszügigkeit!
 
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