Agrarökologie und wirtschaftliche Entwicklung in Karamoja


Die Region Karamoja im Osten Ugandas wird von halbnomadischen Stämmen bevölkert, die unter der unsicheren Ernährungslage leiden. Dies ist auf wiederkehrende Dürreperioden, geringe landwirtschaftliche Produktivität und Tierseuchen zurückzuführen.

Seit dem Sommer 2018 unterstützt FH Schweiz dort 1'500 Familien, um ihnen zu ermöglichen, ihre landwirtschaftliche und tierische Produktion zu steigern und ihre Einkommensquellen durch die Entwicklung von wirtschaftlichen Aktivitäten zu erweitern.
Die ersten Ergebnisse der durchgeführten Aktivitäten sind ermutigend:

Landwirtschaftliche Produktion und Gemüseanbau
1500 Bauern wurden in agro-ökologischen Praktiken (Fruchtfolge, Mulchen, Kompostieren usw.) geschult.
Es wurden 60 Demonstrationsfelder für den Anbau von Bohnen, Mais, Erdnüssen und Gemüse angelegt.
100 Bauern wurden im Gemüseanbau ausgebildet, einige von ihnen konnten dank ihres Gemüsegartens entlang des Flusses sogar das ganze Jahr über Gemüse produzieren.

Tiergesundheit: Große Impfkampagne
12'800 Kühe wurden gegen „Lumpy skin disease“ (eine ansteckende Hautkrankheit) geimpft. Es handelt sich um eine Viruskrankheit des Rindes, die durch Insekten übertragen wird. Außerdem wurden 21 Mitarbeiter im Bereich Tiergesundheit ausgebildet.

Reduzierung der Nachernteverluste
Es wurden 300 Planen gespendet, um den Bauern die Möglichkeit zu geben, ihre Ernte zu trocknen und gleichzeitig die Verluste zu reduzieren. Die traditionellen Getreidespeicher wurden mit "Gittern" ausgestattet, um zu verhindern, dass die Reserven von Nagetieren gefressen werden.

Verbesserte Öfen zum Schutz der Umwelt
Um zum Schutz der Wälder beizutragen, förderte das Projekt den Bau und die Verwendung verbesserter Lehmöfen. Diese Öfen verbrauchen etwa 60% weniger Brennholz als traditionelle Öfen. Sie verursachen weniger Rauch und sind daher weniger gesundheitsschädlich. Die Frauen verschwenden weniger Zeit mit dem Holzeinkauf, und die Wälder werden geschützt. Diese Aktivität begann im September 2019 und es wurden bereits mehr als 800 verbesserte Öfen hergestellt.

Spar- und Kreditgruppen
Es wurden 60 Gruppen gebildet und mit der notwendigen Ausrüstung (Kasse, Notebooks usw.) ausgestattet, um anfangen zu können. Das Geld ermöglichte es mehreren Gruppen, in den gemeinsamen Erwerb von Vieh (Kühe, Schafe, Ziegen) zu investieren.

Claudias, Projektkoordinatorin in Uganda
"Die Umsetzung eines solchen Projekts in einer so abgelegenen Region und in einer so patriarchalischen Gesellschaft ist eine Chance. Durch die Dialoge und Aktivitäten verstehen Männer und Frauen, dass ihre Rollen voneinander abhängig sind und dass sie ihre Region nur gemeinsam entwickeln können. »

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»Ein riesiger Aufwand, der sich lohnt!«

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