Anbauförderung von Regenreis in Pader (Norduganda)

Mit diesem Projekt sollen 2000 Bauernfamilien in Norduganda Regenreis, der ohne Bewässerung auskommt, für Selbstversorgung und Verkauf anbauen können. So trägt dieses Projekt zur Steigerung des Einkommens und der Ernährungssicherheit von ca. 10 000 Personen bei.

Nach Einstellung der Kämpfe zwischen Armee und LRA* und dem Frieden von 2006 konnte sich die Bevölkerung im Norden des Landes nach langen Jahren der Lebensmittelhilfe wieder der landwirtschaftlichen Produktion zuwenden.
Aufgrund geänderter Ernährungsgewohnheiten hat der Reiskonsum in Uganda stark zugenommen. Im Land selber bestand kaum eine Anbautradition für Reis. 2009 bot sich die Gelegenheit, diese Kultur auszubauen. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer 2-jährigen Testphase wird dieses Projekt heute mit 80 Bauerngruppen weitergeführt.

Mit der Hilfe von Naturwissenschaftlern der ugandischen Landwirtschaftlichen Forschungsanstalt NARO produzieren und vermehren die Bauern Regenreis (gentechfrei). In der aktuellen Projektphase geniesst die Verbesserung der Lagerung besondere Aufmerksamkeit, um die Verluste nach der Ernte zu verringern. Um höhere Verkaufspreise erzielen zu können, wird besondere Sorgfalt auf die Qualität der Ernte gelegt.

Die Produzenten schliessen sich zu Verkaufsorganisationen zusammen. So können gewisse Zwischenhändler vermieden und die Produkte direkt am Markt verkauft werden, womit die Margen und Erträge der Produzenten höher ausfallen.

Der Verkauf des Reises steigert das Einkommen der Bauern, womit sie auch Bedürfnisse ausserhalb der Ernährung befriedigen und ihren Alltag verbessern können.

Dank einem internen Spar- und Kreditprogramm können die Produzentinnen und Produzenten ihre Produktion steigern und diversifizieren.

Um einen dauerhaften Nachschub an Saatgut zu gewährleisten, sollen 50 Bauern, die gute Resultate ausweisen, in der Herstellung erstklassigen Saatgutes geschult werden. So werden sie zu Saatgutlieferanten der Zukunft, womit das Saatgut lokal erhältlich ist und bleibt.

 * Lord‘s Resistance Army, eine Rebellengruppe, die während 20 Jahren Norduganda terrorisiert hat. Sie ist bis heute in der Demokratischen Republik Kongo aktiv.
Projektnummer: P710
Anzahl Nutzniesser: 2 000 Familien
Budgetierter Beitrag 2014: CHF 130 000.--

Details

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