John Woniaye: eine fruchtbare Idee

John Woniaye wohnt mit seiner Frau Teopista Mutonyi in Westuganda im Dorf Kibiniko (Region Mbale). Sie haben vier Kinder: Stephen Wamimbi (16-jährig), Musibikha Mercy (14), Fred Woniaye (12) und Ivan Watanga (10).

Seit John dank der Begleitung von FH eine Mühle kaufen konnte, hat sich die Lage seiner Kinder deutlich verbessert.

Während einer Schulung im Januar 2011 hörte John zum ersten Mal von dörflichen Spar- und Kreditgruppen. Die Idee, sich als Dorfbewohner für kollektives Sparen zusammenzutun, gefiel ihm sofort. Er hatte nämlich schon mehrmals erfolglos versucht, bei einer Bank einen Kredit zu erhalten. Einerseits erfüllte er die Voraussetzungen nicht, zugleich wurde er durch die hohen Kreditzinsen abgeschreckt.

Zusammen mit 18 anderen Dorfbewohnern liess sich John von den Entwicklungsmöglichkeiten dieses Sparmodells motivieren. Zusammen gründeten sie einen Verein. Heute treffen sie sich einmal pro Woche und legen je 1000 Ugandische Schilling (ca. 40 Rappen) zusammen. Dabei wird die Gruppe von FH mit Schulungen unterstützt. Die Spareinlagen erfolgen ausschliesslich durch die Dorfbewohner selber; FH stellt kein Startkapital zur Verfügung.

»Wenn möglich, wird das eingelegte Geld investiert, damit es zusätzliche Mittel abwirft.«
Diesen Satz, den John an einer Schulung hörte, brachte ihn zum Nachdenken, und allmählich entwickelte er ein eigenes Projekt: eine Kornmühle anschaffen, die er an die Dorfbewohner vermieten kann, um seiner Familie ein Zusatzeinkommen zu verschaffen.

Im Laufe des Jahres hat John mehrere Anleihen bezogen. Mit der ersten bezahlte er Landarbeiter für den Reis- und Maisanbau. So konnte er 13 Sack Reis ernten. Einen Sack behielt er für den Eigenverzehr, den Rest konnte er verkaufen. Im September verfügte er über genügend Geld, um eine Mühle zu kaufen.

Nun strömen die Dorfbewohner täglich herbei, um Getreide und Maniok zu mahlen. 
Für das Mahlen bezahlen die Dorfbewohner einen Kilopreis. Dank diesem neuen Einkommen bezahlt John nicht nur den Unterhalt seiner Mühle und die Pachtzins für ihren Unterstand. Er kann auch die Schulkosten seiner vier Kinder und seine übrigen Alltagsausgaben tragen.
 
John ist sehr glücklich, zu einer Spargruppe zu gehören. Für ihn ist klar: Die Stärke dieser Gruppe liegt in der regelmässigen Betreuung durch die Mitarbeiter von FH sowie im Vertrauen, das zwischen den Mitgliedern herrscht.

 

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